Inhalte, Hintergrund, Ziele

 

GATE

Übung am Patienten war bislang die einzige Möglichkeit, praktische Endoskopie-Qualifikationen zu erwerben. Mit der zunehmenden Verbreitung endoskopischer Trainingsmodelle sind hier Möglichkeiten entstanden, diese Lernkurve am Patienten zu verkürzen und somit die Patientensicherheit zu erhöhen. Um die Endoskopie im klinischen Zusammenhang darzustellen ist ein entsprechender Fundus an Theorie erforderlich. Zu den einzelnen Kursmodulen wurden ausführliche Curricula erstellt. Das Konzept ist der Versuch, einen einheitlichen Standard zu definieren.

Das GATE-Endoskopie-Kurskonzept für die Grundkurse diagnostische ÖGD und Koloskopie sowie für den Therapiekurs ÖGD und Koloskopie wurde 2001 von der MAG (Münchner Arbeitsgruppe Gastroenterologie: Oberärzte der Universitätskliniken, Chefärzte der Gastroenterologien der Städtischen Kliniken Neuperlach und Bogenhausen, Auswahl von niedergelassenen Gastroenterologen) unter Federführung von T. Rösch und W. Heldwein für die Sektion Endoskopie der DGVS entwickelt und von der Fachgesellschaft akkreditiert. Es folgten 2004 der Kurs für Endoskopie-Assistenzpersonal und 2006 die Entwicklung der Kurse für ERCP durch die MAG und 2007 die Entwicklung der Kurse für Endosonographie durch die Medizinische Klinik Innenstadt der LMU unter Mitarbeit von S. Faiss, Hamburg. 2007 wurde unter Federführung von A. Riphaus ein Konzept für einen Kurs für Prämedikation in der Endoskopie erstellt und im selben Jahr u.a. in München abgehalten. Insgesamt handelt es sich um ein neues Konzept mit einem definierten Fundus an leitliniengestützter Theorie und strukturierter praktischer Ausbildung in gastroenterologischer Endoskopie. Die Durchführung der Kurse erfolgt in Kooperation mit der Bayerischen Landesärztekammer. Spiritus rector des Konzeptes und Namensgeber (GATE) ist T. Rösch, jetzt Hamburg.

Die Fachgesellschaft (DGVS) ist der Auffassung, dass die vorliegende differenzierte Kombination von verschiedenen unten dargestellten Komponenten das derzeit optimale Kurskonzept für die endoskopische Ausbildung darstellt.

1. Allgemeine Theorie

Es werden aktuelle Standards in der Endoskopie in Form von allgemeinen Gesichtspunkten (Patientenvorbereitung und Nachsorge, Hygiene, Gerätekunde, Dokumentation etc.) sowie spezieller endoskopischer Anatomie, Pathologie und evtl. Vorgehensweise vermittelt. Der Theorieteil ist als Ergänzung zur gastroenterologischen Ausbildung am jeweiligen klinischen Zentrum bzw. zur Aktualisierung der Kenntnisse bei praktizierenden endoskopisch tätigen Kollegen in Klinik und Praxis gedacht.

2. Praktische Übungen mit einführender spezieller Theorie

Gezielte Vermittlung von diagnostischen und therapeutischen endoskopischen Techniken an Phantommodellen, Biomodellen und Computersimulatoren in kleinen Gruppen (max. 4 Teilnehmer/Gruppe) mit einer möglichst langen Untersuchungszeit pro Teilnehmer.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich dabei verschiedene Übungsmodelle ergänzen, da einzelne Modelle nur einen Teil der Untersuchungs- und Interventionsabläufe simulieren können. Insgesamt können die Phantomübungen natürlich keinen vollständigen Ersatz für das Erlernen der Untersuchungstechniken am Patienten bieten. Den jeweiligen Phantomübungen gehen spezielle methodenbezogene Lehrinhalte (Spezielle Theorie) mit Videobeispielen voraus.

3. Videodemonstrationen

Ein Katalog von Diagnosen soll interaktiv mit ausgewählten Videofilmen demonstriert werden. Speziell in den diagnostischen Kursen werden häufige, wichtige Diagnosen mit ergänzenden Lehrinhalten im Dialog erarbeitet. Anfänger und Fortgeschrittene in der Endoskopie sollen lernen, Diagnosen anhand der Befunddetails möglichst präzis zu erstellen. Für die Fortgeschrittenen sollen außerdem etablierte endoskopisch-therapeutische Techniken demonstriert werden.

4. Syllabus

In einem kursbegleitenden Handbuch sind die Inhalte des Theorieteils von den beteiligten Referenten ausführlich, mit Bildillustration dargestellt. Seit 2010 werden die Theorievorträge zusätzlich auf einer digitalen Internetplattform für die Teilnehmer zur Verfügung gestellt. Für die Endosonographiekurse haben Autoren aller vier von DGVS und DEGUM zertifizierten Kursorte das „Kursbuch Endosonographie“ erstellt, das seit Herbst 2013 im Thieme Verlag erhältlich ist.

5. Live-Demonstrationen

Live-Demonstrationen sind speziell bei den Endosonographie-Kursen vorgesehen. In den Untersuchungsräumen sollen einzelne Untersuchungen einer jeweils kleinen Teilnehmergruppe demonstriert werden.

 

Kursüberblick

Bisher wurden Programme für folgende Kursmodule erarbeitet und durchgeführt (in Klammern):

  • Grundkurs diagnostische ÖGD (erstmals 2002)
  • Grundkurs diagnostische Koloskopie (erstmals 2002)
  • Therapiekurs ÖGD und Koloskopie (erstmals 2002)
  • Kurs für Endoskopie-Assistenzpersonal (erstmals 2004)
  • Grundkurs ERCP (erstmals 2007)
  • Aufbaukurs ERCP (erstmals 2007)
  • Kurs Prämedikation in der Endoskopie (erstmals 2007)
  • Grundkurs Endosonographie (erstmals 2008)
  • Aufbaukurs Endosonographie (erstmals 2008)

Jahresflyer im Rückblick

Jahresflyer 2018

 

 

 

Teilnahmebedingungen:

1. Allgemeines
Diese Bedingungen gelten für die Teilnahme an den „Münchner GATE-Kursen“ des Fördervereins Gastroenterologie
München e.V. Mit der Anmeldung erkennt der Teilnehmer die Bedingungen an.
2. Angebot und Vertragsabschluss
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Das Kursangebot ist grundsätzlich freibleibend, das heißt, es ist als verbindliches
Angebot im Rahmen der verfügbaren Kursplätze zu verstehen. Die Anmeldung muss schriftlich erfolgen und ist verbindlich. Die Kursplätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der schriftlichen Anmeldung vergeben. Sollte der Kurs ausgebucht sein, erfolgt eine schriftliche Benachrichtigung.
3. Zahlungsbedingungen
Die Zahlung der Kursgebühr wird vier Wochen vor Veranstaltungsbeginn fällig. Zahlungen sind grundsätzlich kostenfrei und ohne Abzug auf unser angegebenes Konto zu überweisen (insbesondere bei Überweisungen, die nicht aus dem Euroraum erfolgen). Unabhängig von der Art des Zahlungsmittels gilt die Zahlung erst dann als erfolgt, wenn der volle Betrag unwiderruflich unserem Konto gutgeschrieben wird (Zahlungseingang). Sämtliche durch die Wahl des Zahlungsmittels entstehenden zusätzlichen Kosten gehen stets zu Lasten des Überweisenden (OUR).
4. Kurs-Rücktritt
Der Rücktritt muss dem Veranstalter schriftlich mitgeteilt werden (siehe Adresse auf dem Anmeldeformular);
für evtl. Rücküberweisungen von Kursgebühren benötigen wir Ihre Bankverbindung.
4.1 Bei Zugang des Rücktritts zwei Wochen vor Kursbeginn bzw. Nichterscheinen zum Kurs wird eine Stornogebühr in Höhe der halben Kursgebühr erhoben.
4.2 Bei Benennung eines Ersatzteilnehmers, der den Kurs auch tatsächlich besucht, entfällt die Stornogebühr. (Punkt 4.1).
5. Änderungen und Absage eines Kurses durch den Veranstalter
Der Kurs findet nur bei Erreichen einer Mindestteilnehmerzahl statt. Der Veranstalter behält sich vor, Referenten auszutauschen, den Kurs räumlich oder zeitlich zu verlegen oder abzusagen und Änderungen im Programm vorzunehmen. Wird der Kurs abgesagt, werden bereits gezahlte Teilnahmegebühren in voller Höhe erstattet. Weitergehende Ansprüche, insbesondere Schadensersatzansprüche, sind ausgeschlossen.